Datenschutz auf dem Schlachtfeld mag sich lächerlich anhören, ist aber nicht zu unterschätzen. Aktuell lässt sich das an dem Beispiel der russischen Militäroperation in der Ukraine gut nachvollziehen.

Die Schlachtfelder moderner Kriege haben sich verändert. Drohnen, Laptops und Smartphones gehören inzwischen zum normalen Alltag des Krieges. Daraus resultieren viele Datenschutzrisiken, die sowohl Soldaten als auch Zivilisten gleichermaßen betreffen können.

Das größte Datenschutzrisiko auf dem Schlachtfeld für Soldaten und Zivilisten ist natürlich das private Smartphone.

Viele Menschen neigen leider dazu, persönliche und kompromittierende Informationen auf dem Gerät zu speichern.

Das führt dazu, dass im Falle einer Gefangennahme durch feindliche Soldaten diese Informationen gegen Sie verwendet werden!

Und bitte verlassen Sie sich auf keinen Fall auf Ihr Passwort oder ähnliche Schutzmaßnahmen!

Sie können absolut sicher sein, dass die jeweiligen Spezialisten, die Sie nach einer Gefangennahme befragen werden, Sie entsprechend motivieren, Ihr Passwort „freiwillig“ herauszugeben.

Um eine solche Situation nicht schlimmer zu machen, empfehle ich Ihnen folgende Tipps zu beherzigen:

  • Verzichten Sie auf Selfies im Krisengebiet! In meinem Artikel „Gefahrenquelle Selfie“ gehe ich ausführlich auf das Thema ein!
  • Speichern Sie grundsätzlich keine Fotos, Texte oder Videos ab, die Rückschlüsse auf Ihre politische Einstellung zulassen!
  • Installieren und verwenden Sie keine Apps, die den Ruf haben als Propagandaplattformen zu dienen!
  • Löschen Sie regelmäßig alle Ihre Gesprächsverläufe, SMS-Mitteilungen, Chatprotokolle oder Textnachrichten.
  • Löschen Sie regelmäßig Kontaktinformationen, die Sie nicht länger benötigen! Vor allem Adressen und Telefonnummern!