In der Vergangenheit habe ich Menschen empfohlen, DuckDuckGo als Internet-Suchmaschine zu verwenden. Meine Empfehlung begründete sich mit dem Werbeversprechen von DuckDuckGo, keine persönlichen Informationen der Nutzer zu sammeln.

Diese markante Werbebotschaft wird aktuell auch noch von Herrn Gabriel Weinberg, dem Gründer und Geschäftsführer von DuckDuckGo mit der Aussage „Datenschutz ist ein Menschenrecht und geht über die Politik hinaus…“ bekräftigt.

Mit dieser Aussage stimme ich auch vollkommen überein und habe dem auch inhaltlich nichts hinzuzufügen.

Umso unverständlicher ist es für mich im Moment, dass Herr Gabriel Weinberg sich scheinbar dazu entschieden hat, seine eigenen politischen Ansichten als Grundlage für die zukünftige Qualität der Suchergebnisse von DuckDuckGo zu machen.

Herr Weinberg schrieb auf Twitter: Bei DuckDuckGo haben wir Such-Updates eingeführt, die Webseiten, die mit russischen Desinformationen in Verbindung gebracht werden, herunterzustufen.

Mich stimmt es sehr kritisch, wenn ein US-amerikanisches Unternehmen glaubt, entscheiden zu können, was Desinformationen sind und was nicht. Vor allem dann, wenn solche subjektiven Beurteilungen in einem politisch aufgeheizten Klima stattfinden.

Wenn Sie aber nach wie vor sicher und anonym im Internet suchen wollen, ohne politisch motivierte Bevormundung, empfehle ich Ihnen aktuell Startpage als Suchmaschine zu verwenden.