Ubuntu: IPv6 deaktivieren

Wenn Sie unter der aktuellen Version von Ubuntu Anonymisierungs- und VPN-Dienste verwenden wollen, empfehle ich Ihnen zu prüfen, ob IPv6 noch aktiv ist oder bereits deaktiviert wurde.

Was ist IPv6?

Das Internet Protocol Version 6 (IPv6) ist die neueste Version des Internet-Protokolls (IP), des Kommunikationsprotokolls, das ein Identifizierungs- und Lokalisierungssystem für Computer in Netzwerken bietet und den Datenverkehr über das Internet leitet. Es wurde 1998 entwickelt, um das IPv4-Protokoll zu ersetzen

Ist IPv6 noch aktiv?

Nachdem Sie Ihren Anonymisierungs- oder VPN-Dienst gestartet haben, öffnen Sie bitte ipleak.net in Ihrem Webbrowser.

Anschließend sollten Sie folgenden Hinweis angezeigt bekommen, wenn IPv6 schon abgeschaltet wurde:

ipv6-Bildschirmfoto

Wenn das nicht der Fall ist, folgen Sie bitte meiner Anleitung.

IPv6 manuell deaktivieren

Eine einfache Methode unter Ubuntu IPv6 zu deaktivieren besteht darin, GRUB so zu konfigurieren, dass die Kernel-Parameter beim Booten übergeben werden.

Dazu müssen Sie /etc/default/grub bearbeiten. Stellen Sie sicher, dass Sie über Administratorrechte verfügen!

Anschließend müssen Sie GRUB_CMDLINE_LINUX_DEFAULT und GRUB_CMDLINE_LINUX wie folgt ändern, um IPv6 beim Booten vollständig und dauerhaft zu deaktivieren:

GRUB_CMDLINE_LINUX_DEFAULT=”quiet splash ipv6.disable=1”

GRUB_CMDLINE_LINUX=”ipv6.disable=1”

Nach erfolgreicher Änderung muss die Datei abgespeichert und Grub mit folgendem Befehl aktualisiert werden:

sudo update-grub

Es empfiehlt sich selbstverständlich, noch einmal zu prüfen, ob die Änderungen vom System entsprechend übernommen wurden.

Russland verbietet Tor!

Der Ostexperte.de berichtet mit Bezug auf einen Artikel von Lenta.ru, dass die russische Medienaufsicht „Roskomnadsor“ aktuell gegen Anonymisierungs- und VPN-Dienste aktiv vorgeht.

Zukünftig soll die Verwendung von Programmen, die den Zugriff auf gesperrte Websites ermöglichen, verboten sein. Die Staatsduma hat ein entsprechendes Gesetz bereits beschlossen.

Es bleibt abzuwarten, inwieweit das neue Gesetz die Aktivitäten von Menschenrechtsaktivisten in Russland behindern wird.

Die Nichtregierungsorganisation „Roskomswoboda“ bezeichnete das Verbot von Tor und VPN-Diensten als sinnlos.

Quelle: https://web.archive.org/web/20211208161405/https://ostexperte.de/tor-vpn-proxy/

WhatsApp? Lieber nicht!

Wie von der online Ausgabe von Stern und der deutschsprachigen Version von RT berichtet, kann WhatsApp, der Messenger-Dienst von Facebook, Informationen im Echtzeitmodus an das „Federal Bureau of Investigation (FBI)“ in den USA weiterleiten.

Ich bin mir darüber im Klaren, das wird hartgesottene WhatsApp-Kunden wenig stören, aber allen anderen würde ich dringend von der Nutzung von WhatsApp abraten.

Alternativ kann ich Ihnen Signal und Telegram empfehlen.

Quelle: https://web.archive.org/web/20211204071820/https://de.rt.com/international/127984-whatsapp-liefert-daten-fbi-echtzeit/

Jitsi Meet statt Zoom

Videokonferenzen erfreuen sich einer wachsenden Beliebtheit. Für viele berufstätige Menschen ist diese Form der Kommunikation essenziell geworden, um mit Ihren Kunden und Kollegen,auch im Homeoffice effizient zu kommunizieren.

Leider verwenden immer noch sehr viele Firmen die proprietäre Software Zoom für Ihre Videokonferenzen. Die Nachteile, Mängel und Probleme von Zoom sind ausreichend dokumentiert.

Ich möchte mich an dieser Stelle auch nicht länger mit Zoom aufhalten und Ihre Aufmerksamkeit direkt auf Jitsi Meet, eine vielversprechende Alternative zu Zoom, lenken.

Was ist Jitsi Meet?

Jitsi Meet ist eine Sammlung freier Software für IP-Telefonie (VoIP), Videokonferenzen und Instant Messaging. Es besteht auch die Möglichkeit eine eigene Jitsi-Instanz selbst zu hosten.

Die Vorteile von Jitsi Meet sind:

  • Es wird kein Kundenkonto benötigt oder vorausgesetzt.
  • Die Verbindungen zwischen den Videokonferenzteilnehmern ist standardmäßig verschlüsselt und abhörsicher.
  • Es handelt sich um freie Software, die auf einem eigenen Server DSGVO-konform installiert und verwendet werden kann.
  • Die Software läuft auf allen gängigen Betriebssystemen.
  • Eine weitestgehend anonyme Kommunikation in Verbindung mit dem Tor-Netzwerk oder einem VPN ist möglich.
  • Es fallen weder Gebühren noch Lizenzkosten an.

Jitsi Meet ausprobieren:

Wenn Sie Jitsi Meet auf Ihrem Desktop-Computer ausprobieren wollen, können Sie die Software ganz einfach von der offiziellen Webseite herunterladen oder installieren.

Für die Verwendung von Jitsi Meet auf einem Smartphone finden eine App-Version direkt im App Store von Apple für Ihr iPhone oder im Softwareverzeichnis von F-Droid für Ihr Android-Gerät.

Australien: Zensur und Verfolgung?

Wie unter anderem auf der deutschsprachigen Ausgabe von RT zu lesen ist, planen australische Behörden die Einführung eines neuen Gesetzes, das Betreiber sozialer Medienangebote zwingen würde, die Identität von Autoren beleidigender und anstößiger Kommentare gegenüber staatlichen Behörden offenzulegen.

Ich finde es grundsätzlich sinnvoll und zwingend nötig, dass auch Beleidigungen im Internet unterbunden, verfolgt und entsprechend bestraft werden. Was ich allerdings als extremst bedenklich für eine demokratische Gesellschaft empfinde, ist die Zensur und die effektive Löschung von sogenannten anstößigen Inhalten.

Eine demokratische und freie Gesellschaft muss es meiner Ansicht nach aushalten können, mit Inhalten konfrontiert zu werden, die vielleicht nicht jedem genehm sind.

Quelle: https://web.archive.org/web/20211129103047/https://de.rt.com/international/127705-australien-erklart-krieg-internet-trollen/